Unzählige Alben werden Jahr für Jahr veröffentlicht – sei es physisch oder digital. Und noch mehr Bands träumen von einem A&R Plattenvertrag bei einem Label. Wie kann man seine Chancen steigern, bei einem Label unterzukommen? Man braucht gutes Musikmaterial, das man an den A&R Manager des Labels schickt. A&R bedeutet Artist & Repertoire und der Manager ist zuständig für das Entdecken neuer Künstler, er wird sie im besten Fall signen. Doch wie kann man den A&R Manager überzeugen? Nur gute Musik wird im seltensten Fall ausreichend sein, denn es geht auch um das Marketing. Hier lesen Sie drei Tipps für eine optimale Präsentation:

Professioneller Auftritt im Web

Wenn der A&R Manager aufgrund der gesendeten Musik neugierig geworden ist, wird er sich als nächsten Schritt die Website des Künstlers vorknöpfen. Ist sie gepflegt, sind alle relevanten Informationen vorhanden, ist das Layout passend, gibt es ansprechende Pressefotos – das Gesamtpaket ist entscheidend.

Tourdates vorhanden?

Als nächstes wird der A&R Manager die Konzerttermine unter die Lupe nehmen. Tritt die Band regelmäßig auf und wo? Wie groß ist der Radius und somit der Bekanntheitsgrad der Formation? Hat die Band Bühnenerfahrung? Sind die Künstler in der Lage Gigs zu organisieren, Booking zu machen? Dieser Punkt wird für eine Veröffentlichung von ganz entscheidender Bedeutung sein. Denn der CD Verkauf ist im Verhältnis bei Live Auftritten am größten – die Zuhörer sind emotionalisiert und somit am ehesten bereit, einen Tonträger direkt am Merch Stand zu kaufen.

Live Auftritt für die Label Mitarbeiter anbieten

Wer den A&R Manager in den ersten Punkten überzeugt hat, und einen Anruf vom Label erhält, sollte unbedingt flexibel reagieren. In der Regel will das Label bei Gefallen an einer Band diese auch live erleben. Also ist es wichtig, einen Gig in der Nähe des Labels anzubieten und das Label bei einem Live Konzert zu überzeugen. Außerdem kann man als Band bei der Gelegenheit demonstrieren, dass man in der Lage ist, ein Konzert zu organisieren.

Wichtig ist auch generell einen langen Vorlauf einzuplanen – denn ein Label benötigt mindestens vier Monate Vorlauf. Wie viele Produktionen ein Label pro Jahr veröffentlicht, ist unterschiedlich. Es ist auch nicht unbedingt nur von der Qualität der Musik abhängig, was veröffentlicht wird, sondern der Stil muss in das abwechslungsreiche Gesamt Programm des Labels passen. Das Münchner Indie Label GLM veröffentlicht zum Beispiel im Schnitt 15 Produktionen jährlich. Auch in 2016 ist mit spannenden Newcomern, aber auch altbewährten GLM Künstlern zu rechnen. Quadro Nuevo wird in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk ein musikalisch untermaltes Hörbuch mit dem Titel „ALPENSAGEN“ veröffentlichen. Der Gitarrist Wolfgang Netzer wird mit dem Klarinettisten Gabriele Mirabassi die Musik auf CD packen, die Jane Goodall, unter anderem bekannt als UNO Friedensbotschafterin und Koryphäe auf dem Gebiet der Verhaltensforschung von Affen, als Soundtrack ihres Lebens bezeichnet. Auch von Mulo Francel gibt es wieder Abenteuerliches zu hören – mehr wird noch nicht verraten. Alle hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, auf www.glm.de findet man mehr Informationen zu den einzelnen Produktionen.

Ein letzter Tipp noch für alle, die sich bei einem Label bewerben: Nachfassen lohnt sich! Wer nachfragt, ob seine Bewerbung angekommen ist, ruft sich ins Gedächtnis des A&R Managers und bekundet sein ernsthaftes Interesse!

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